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Dokumentation

J!UM installieren und sicher in Betrieb nehmen

Die Dokumentation begleitet Sie von der zentralen Installation bis zum ersten kontrollierten Update. Jeder Schritt nennt die Voraussetzung, das erwartete Ergebnis und typische Ursachen, falls eine Verbindung oder Aktion nicht erfolgreich ist.

Inhaltsverzeichnis

1. Schnellstart

  • Installieren Sie das J!UM-Paket auf einer dedizierten Joomla-6-Installation. J!UM ist für ein eigenständiges Control Center vorgesehen.
  • Prüfen Sie nach der Installation den Systemstatus: Joomla 6, PHP 8.3 oder neuer, libsodium, SMTP und ein zusätzlicher HTTP-Passwortschutz sollten korrekt eingerichtet sein.
  • Aktivieren Sie Ihre J!UM-Lizenz. Der Lizenzplan bestimmt die maximale Anzahl verwaltbarer Projekte: Starter 5, Professional 25, Agency unbegrenzt.
  • Installieren Sie auf jeder zu verwaltenden Website den passenden J!UM Client Connector für Joomla 5 oder Joomla 6.
  • Erzeugen Sie auf der Kundenwebsite einen langen, zufälligen Connector-Token mit mindestens 32 Zeichen. Übertragen Sie ihn sicher in das J!UM-Projekt.
  • Legen Sie in J!UM ein Projekt an. Hinterlegen Sie Website-URL, Connector-URL bzw. die automatische Vorgabe, Connector-Token und bei Bedarf HTTP-Basic-Zugangsdaten.
  • Klicken Sie auf „Verbindung testen“. Erst wenn dieser Test erfolgreich ist, sollten Sie das Erweiterungsinventar laden.
  • Laden Sie die Erweiterungen und starten Sie anschließend „Updates suchen“. J!UM aktualisiert die Informationen zu Komponenten, Modulen, Plugins und Templates.
  • Prüfen Sie offene Erweiterungs-Updates. Wenn Akeeba Backup Pro eingebunden ist, erstellen Sie bei Bedarf zuerst eine frische Sicherung.
  • Starten Sie das Erweiterungs-Update und beobachten Sie den persistenten Auftrag. Kontrollieren Sie danach die Website manuell auf Funktionalität.

Core bleibt bei Joomla

Eine gefundene neue Joomla-Core-Version wird in J!UM als Hinweis dargestellt. Der Core wird nicht durch J!UM aktualisiert. Öffnen Sie dafür den Joomla-Updatebereich der jeweiligen Website oder verwenden Sie die Joomla-Auto-Update-Funktion.

2. Systemanforderungen

Technische und organisatorische Voraussetzungen für einen stabilen Betrieb.

2.1 J!UM Control Center

AnforderungEmpfehlung
Joomla
Joomla 6 auf einer dedizierten Control-Center-Installation.
PHP
PHP 8.3 oder neuer. Die Installation wird unterhalb von PHP 8.3 abgebrochen.
HTTPS
Das Control Center und alle Connector-Ziele müssen über HTTPS erreichbar sein.
Libsodium
Erforderlich für die sichere lokale Speicherung der J!UM-Lizenzdaten.
SMTP
Für zuverlässige Status-, Sicherheits- und Erinnerungsmails empfohlen.
Zusätzlicher Zugriffsschutz
HTTP Basic Authentication bzw. serverseitiger Passwortschutz vor Joomla wird ausdrücklich empfohlen.
Erweiterungen auf dem Control Center
Das Control Center sollte ausschließlich Joomla-Core-Komponenten und die zum J!UM-Paket gehörenden Erweiterungen enthalten.
Joomla Scheduler
Sollte aktiv sein. J!UM richtet beim Paket-Setup einen Queue-Task im Minutenintervall ein.

Dedizierte Installation empfohlen

Das J!UM-Paket installiert zusätzlich ein abgesichertes Frontend-Template und setzt dieses als Standard. Verwenden Sie das Control Center daher nicht gleichzeitig als normale öffentliche Website.

2.2 Verwaltete Joomla-Websites

AnforderungEmpfehlung
Joomla-Version
Joomla 5 oder Joomla 6 mit dem jeweils passenden J!UM Client Connector.
HTTPS
Der Connector wird nur über HTTPS angesprochen.
Öffentlich erreichbarer Host
Lokale, private und reservierte Zieladressen werden aus Sicherheitsgründen abgewiesen.
Connector-Token
Mindestens 32 Zeichen; pro Website ein eigener Token.
Updatequellen
Die Joomla-Update-Sites der installierten Erweiterungen müssen korrekt konfiguriert sein.
Kommerzielle Erweiterungen
Herstellerspezifische Download-Keys oder Update-Zugangsdaten müssen auf der jeweiligen Kundenwebsite korrekt hinterlegt sein.

2.3 Sicherheitsprüfung im Control Center

J!UM prüft im Systemstatus unter anderem Joomla-Version, PHP-Version, libsodium, SMTP, HTTP-Passwortschutz und die im Control Center installierten Erweiterungen. Fremde Erweiterungen werden als Hinweis bzw. Risiko markiert.
Beispiel: Systemstatus prüft, ob im Control Center nur freigegebene Erweiterungen installiert sind.
Beispiel: Systemstatus prüft, ob im Control Center nur freigegebene Erweiterungen installiert sind.

3. Installation und Erstkonfiguration

J!UM als zentrales Paket installieren, Lizenz aktivieren und Systemstatus prüfen.

3.1 Paket installieren

  • Melden Sie sich im Joomla-Administratorbereich des zukünftigen Control Centers an.
  • Öffnen Sie System > Installieren > Erweiterungen.
  • Laden Sie das vollständige Paket pkg_a4p_jum.zip hoch. Entpacken Sie das Paket vorher nicht.
  • Warten Sie, bis Joomla die Installation aller Paketbestandteile bestätigt.
Das J!UM-Paket umfasst die zentrale Komponente, das Scheduler-Plugin, die geschützte Update-Autorisierung, das J!UM-Dashboardmodul, den direkten Menüeintrag und das abgesicherte Frontend-Template.

3.2 Automatisch eingerichtete Bestandteile

  • Task-Plugin „J!UM - Geplante Updatesuche“ wird aktiviert.
  • Installer-Plugin „J!UM - Geschützte Update-Autorisierung“ wird aktiviert.
  • Joomlas Lazy-Scheduler-Runner wird aktiviert, sofern möglich.
  • Der Scheduler-Task „J!UM: Persistente Job-Warteschlange“ wird angelegt bzw. aktualisiert; empfohlenes Intervall: 1 Minute.
  • Das mitgelieferte J!UM-Frontend-Template wird als Standard gesetzt, sofern die Hosting-/Datenbankrichtlinien dies zulassen.

Nach Installation prüfen

Wenn der Hoster Plugin-Aktivierung, Scheduler oder Templatewechsel blockiert, bleibt das Paket grundsätzlich installierbar. Prüfen Sie dann System > Plugins, System > Geplante Aufgaben und die Template-Zuweisung manuell.

3.3 J!UM-Lizenz aktivieren

Öffnen Sie J!UM > Lizenz. Geben Sie den Lizenzschlüssel ein und aktivieren Sie die Lizenz. Eine bereits gespeicherte Lizenzbindung muss vor einem Wechsel regulär deaktiviert werden. Eine inaktive lokale Bindung kann separat entfernt werden.
PlanProjektlimit
Starter
bis zu 5 Projekte
Professional
bis zu 25 Projekte
Agency
unbegrenzte Projekte
Alle Pläne enthalten denselben Funktionsumfang. Der Unterschied liegt in der Anzahl der verwaltbaren Joomla-Websites. Nach Ablauf der Maintenance bleibt die erworbene Nutzung mit dem gebuchten Projektlimit bestehen; Software-Updates und Support sind dann nicht mehr freigeschaltet.

3.4 Control Center absichern

  • Verwenden Sie HTTPS und einen zusätzlichen HTTP-Basic-Schutz vor Joomla.
  • Betreiben Sie möglichst keine fremden Komponenten, Module, Plugins oder Templates auf dem Control Center.
  • Richten Sie SMTP ein und testen Sie den Mailversand.
  • Beschränken Sie J!UM auf Benutzer mit den erforderlichen Joomla-Administratorrechten.
  • Sichern Sie das Control Center selbst regelmäßig außerhalb des J!UM-Workflows.

4. Connector

Sichere Verbindung zwischen Control Center und verwalteter Joomla-Website.

4.1 Connector installieren

Installieren Sie auf der Kundenwebsite den zur Joomla-Version passenden J!UM Client Connector. Für Joomla 5 und Joomla 6 stehen getrennte Connector-Pakete zur Verfügung.
  • Installieren Sie den Connector über den Joomla-Installer der Kundenwebsite.
  • Aktivieren Sie das Connector-Plugin, falls Joomla dies nicht bereits automatisch erledigt.
  • Erzeugen Sie im Connector einen zufälligen Token mit mindestens 32 Zeichen.
  • Speichern Sie den Token an einem sicheren Ort und übertragen Sie ihn in das zugehörige J!UM-Projekt.

Token-Verwaltung

Verwenden Sie für jede Website einen eigenen Token. Token gehören weder in Support-Screenshots noch in Tickets oder öffentlich zugängliche Dokumentationen.

4.2 Connector-Daten in J!UM

FeldBedeutung
Website-URL
Öffentliche HTTPS-Adresse der verwalteten Joomla-Website
Connector-URL
Kann leer bleiben; J!UM erzeugt die Standard-URL automatisch aus der Website-URL. Nur bei abweichenden Setups manuell eintragen.
Connector Token
Mindestens 32 Zeichen. Bei bestehenden Projekten leer lassen, wenn der gespeicherte Token unverändert bleiben soll.
HTTP-Benutzername / Passwort
Optional, wenn die Website bzw. der Connector zusätzlich durch HTTP Basic Authentication geschützt ist.

4.3 Verbindung testen

Die Aktion „Verbindung testen“ führt einen kurzen authentifizierten Ping aus. Der Test prüft, ob der Connector erreichbar ist, das Token akzeptiert wird und J!UM eine gültige JSON-Antwort erhält.

Connector-Aufrufe werden nur an HTTPS-Ziele mit öffentlichen Hosts gesendet. Antworten sind größenbegrenzt und externe Fehlermeldungen werden vor Speicherung und Anzeige bereinigt.

4.4 Typische Connector-Fehler

Meldung / SymptomPrüfung
HTTP 401/403
Token, HTTP-Basic-Zugangsdaten und serverseitige Schutzregeln prüfen.
HTTP 404
Connector-Pfad, Plugin-Aktivierung und Rewrite-/Routing-Regeln prüfen.
Timeout
Serverauslastung, Firewall, Proxy und Erreichbarkeit der Kundenwebsite prüfen.
Ungültige JSON-Antwort
Zwischengeschaltete Fehlerseiten, Security-Plugins oder Proxy-Antworten prüfen.
HTTPS/Public Host erforderlich
Keine lokalen, privaten oder unverschlüsselten Connector-Ziele verwenden.

5. Projekte

Websites zentral erfassen, dokumentieren und verwalten.

5.1 Projekt anlegen

Ein Projekt entspricht einer separat verwalteten Joomla-Website. Live-, Staging-, Test- und Entwicklungsinstallationen zählen jeweils als eigenes Projekt, wenn sie separat in J!UM geführt werden.
FeldVerwendung
Name
Frei wählbare Projektbezeichnung.
Hoster
Interne Information zum Hostinganbieter.
Ansprechpartner
Projektkontakt bzw. Kundenkontakt.
E-Mail
Wird für das optionale manuelle Kunden-Kontaktformular verwendet.
3-Monats-Testzeitraum
Optionaler Testkundenhinweis; Start wird beim ersten Aktivieren gespeichert und nach drei Monaten als abgelaufen markiert.
Website-URL
Öffentliche HTTPS-Adresse.
Connector-URL / Token
Technische Anbindung der Website.
HTTP-Basic-Daten
Optionaler vorgeschalteter Passwortschutz.
Notizen
Interne projektbezogene Hinweise.
Akeeba Backup Pro
Optional: API-Endpunkt, Secret und Profil-ID.
Lizenzfristen
Beliebige Erweiterungslizenzen mit Ablaufdatum für Erinnerungen.

5.2 Projektübersicht

Die Projektübersicht zeigt den Zustand aller verwalteten Websites. Dazu gehören Joomla- und PHP-Versionen, offene Erweiterungs-Updates, Connector-Status, Akeeba-/HTProtect-Hinweise und projektbezogene Aktionen.

Filter helfen bei größeren Beständen, etwa nach Akeeba Backup Pro, HTProtect oder Testkunden. Die URL-Suche erleichtert das schnelle Auffinden einzelner Projekte.

Beispiel: Projektliste mit zentralen Aktionen und Statusinformationen.
Beispiel: Projektliste mit zentralen Aktionen und Statusinformationen.

5.3 Projektdetails

Die Detailseite bündelt Status, Erweiterungen, Backups, HTProtect-Informationen, Verlauf und Projektdaten. Von hier aus können Verbindungstest, Erweiterungsinventar, Updatesuche, unterstützte Sicherheitsprüfungen und Akeeba-Backups gestartet werden.
Beispiel: Projektdetailseite mit zentralen Wartungsaktionen.
Beispiel: Projektdetailseite mit zentralen Wartungsaktionen.

6. Updates und Erweiterungsmanagement

Komponenten, Module, Plugins und Templates zentral prüfen und aktualisieren.

Kein Joomla-Core-Update

J!UM aktualisiert ausschließlich Erweiterungen. Joomla-Core-Updates werden nicht über J!UM ausgeführt. J!UM kann eine veraltete Joomla-Version erkennen und darauf hinweisen; die Aktualisierung erfolgt im Joomla-Backend oder über die Joomla-Auto-Update-Funktion.

6.1 Erweiterungsinventar laden

Mit „Erweiterungen laden“ ruft J!UM das installierte Erweiterungsinventar über den Connector ab und speichert die projektbezogenen Daten zentral. Dazu gehören Name, Typ, installierte Version, verfügbare Version und Update-Status.

6.2 Updates suchen

„Updates suchen“ fordert die verwaltete Joomla-Website auf, ihre Updatequellen zu prüfen. Danach lädt J!UM den aktualisierten Erweiterungsstatus erneut ein. Eine Joomla-Core-Aktualisierung wird dabei nicht ausgelöst.

J!UM kann zusätzlich erkennen, ob Joomla selbst eine neue Core-Version meldet. Dieser Zustand wird als Hinweis verwendet und kann eine Administrator-Mail auslösen.

6.3 Einzelne Erweiterung aktualisieren

Die Detailseite bündelt Status, Erweiterungen, Backups, HTProtect-Informationen, Verlauf und Projektdaten. Von hier aus können Verbindungstest, Erweiterungsinventar, Updatesuche, unterstützte Sicherheitsprüfungen und Akeeba-Backups gestartet werden.
  • Öffnen Sie die Projektdetailseite.
  • Prüfen Sie den Abschnitt „Offene Erweiterungsupdates“.
  • Wählen Sie die gewünschte Erweiterung aus und starten Sie das Update.
  • J!UM erstellt einen persistenten Auftrag, wenn der Ablauf über die Queue ausgeführt wird.
  • Nach Abschluss werden Inventar und Update-Status erneut geprüft. Kontrollieren Sie die Website zusätzlich manuell.

6.4 Mehrere Erweiterungen / Projekte

Updates können projektbezogen gesammelt oder über die projektübergreifende Suche vorbereitet werden. Bei Massenupdates aus der Suche verarbeitet J!UM maximal vier Projekte pro Stapel, damit einzelne Server und die Update-Infrastruktur nicht unnötig belastet werden.

6.5 Projektübergreifende Suche

Die Suche findet Erweiterungen über alle verwalteten Projekte. Filter stehen unter anderem für Suchbegriff, Erweiterungstyp, Update-Status und PHP-Version zur Verfügung. Damit lässt sich beispielsweise prüfen, auf welchen Projekten eine bestimmte Komponente, ein Modul, ein Plugin oder ein Template installiert ist und wo ein Update offensteht.

6.6 Wenn ein Update weiterhin offen bleibt

Meldet Joomla die Erweiterung nach dem Installationsversuch weiterhin als veraltet, prüfen Sie insbesondere:
  • gültige Herstellerlizenz bzw. Download-Key auf der Kundenwebsite
  • erreichbare und korrekte Joomla-Update-Site
  • Kompatibilität mit der verwendeten Joomla- und PHP-Version
  • Herstellerhinweise zu manuellen Migrations- oder Update-Schritten
  • Fehlerhinweise in J!UM-Verlauf und Joomla-Systemmeldungen

7. Akeeba Backup Pro

Optionale Sicherungen vor Wartungsarbeiten zentral starten und überwachen.

7.1 Voraussetzungen

  • Akeeba Backup Professional auf der verwalteten Website
  • aktivierte Akeeba JSON API
  • sicheres Akeeba Secret
  • gültige Profil-ID, standardmäßig Profil 1
  • HTTPS-erreichbarer API-Endpunkt
Bleibt die Akeeba API URL in J!UM leer, wird der klassische Akeeba-Endpunkt automatisch aus der Website-URL erzeugt. Bei abweichenden Akeeba-Versionen oder API-Setups kann der Endpunkt manuell angepasst werden.

7.2 Backup konfigurieren

  • Projekt bearbeiten öffnen.
  • „Akeeba Backup Pro für diese Website aktivieren“ einschalten.
  • Akeeba API URL bei Standardkonfiguration leer lassen oder den passenden Endpunkt hinterlegen.
  • Akeeba Secret eintragen. Bei späteren Änderungen das Feld leer lassen, wenn das vorhandene Secret erhalten bleiben soll.
  • Profil-ID eintragen und Projekt speichern.

7.3 Backup starten und Fortschritt verfolgen

Backups werden als persistente Aufträge ausgeführt. Akeeba arbeitet in einzelnen Engine-Schritten; J!UM speichert den zurückgemeldeten Fortschritt, die Step-Nummer sowie Domain, Step und Substep und zeigt diese Informationen in der Auftragsansicht an.
Akeeba-Fortschrittsanzeige in einem persistenten J!UM-Auftrag.
Akeeba-Fortschrittsanzeige in einem persistenten J!UM-Auftrag.

Technische Grenzen

Ein einzelner Akeeba-API-Schritt darf in J!UM bis zu 60 Sekunden benötigen. Pro Backup sind maximal 180 Engine-Schritte vorgesehen. Fehler werden über die Queue mit begrenzten Wiederholungsversuchen behandelt.

7.4 Backup-Status und Warnungen

J!UM speichert den Zeitpunkt des letzten bekannten erfolgreichen Backups. Ist das letzte Backup älter als sieben Tage oder nicht vorhanden, kann J!UM dies als Warnung kennzeichnen und - sofern aktiviert - in die zentrale Administratorbenachrichtigung aufnehmen.

7.5 Verantwortungsgrenze

J!UM startet und überwacht Akeeba-Backups, ersetzt aber keine Backupstrategie. Speicherort, Aufbewahrung, Verschlüsselung, Remote Storage und Wiederherstellung werden weiterhin in Akeeba Backup Pro konfiguriert. Vollständige Akeeba-Logdateien werden nicht von J!UM bereitgestellt oder gespiegelt.

8. HTProtect

Optionale Sicherheitsinformationen und unterstützte Scans in J!UM einbinden.

8.1 Erkennung und Status

Wenn eine kompatible HTProtect-Installation über den Connector erkannt wird, speichert J!UM Version, Verfügbarkeit, Status, Fundanzahl und einen kompakten Snapshot. Diese Informationen erscheinen projektbezogen in der Detailansicht.

8.2 Unterstützte Prüfungen

  • Site-Scan
  • Kerndatei-Prüfung
  • Malware-Scan
Prüfungen können je nach unterstützter HTProtect-Version von der Projektdetailseite aus gestartet werden. Für mehrere Projekte stehen Sammelaktionen zur Verfügung, sofern dort HTProtect erkannt wurde.

Kerndateiprüfung ist kein Core-Update

Die HTProtect-Kerndateiprüfung kontrolliert Dateien auf Sicherheits- oder Integritätsauffälligkeiten. Sie aktualisiert keine Joomla-Core-Version.

8.3 Ohne HTProtect

HTProtect ist optional. Projektverwaltung, Connector-Status, Erweiterungsinventar, Erweiterungs-Updates, Suche, Warteschlange, Protokolle und E-Mail-Funktionen bleiben auch ohne HTProtect vollständig verfügbar.

9. Persistente Auftragswarteschlange

Längere Wartungsabläufe robust, sequenziell und nachvollziehbar ausführen.

9.1 Welche Vorgänge werden persistent verarbeitet?

  • Update-/Discovery-Aufträge über verwaltete Projekte
  • Erweiterungsupdates
  • Akeeba-Backups
Die Queue ist datenbankgestützt. Ein Auftrag besteht aus einem Job und einem oder mehreren Einzelschritten. Dadurch muss ein längerer Ablauf nicht innerhalb eines einzigen Browser-Requests abgeschlossen werden.

9.2 Scheduler und Browser-Worker

Der Joomla Scheduler verarbeitet die Warteschlange unabhängig von einer aktiven Administrator-Sitzung. J!UM richtet den Queue-Task automatisch mit einem Intervall von einer Minute ein. Zusätzlich unterstützt ein geschützter Browser-Worker die Verarbeitung, solange eine J!UM-Seite geöffnet ist.
SituationVerhalten
Sichtbarer Browser-Tab
Worker startet nach ca. 1 Sekunde; weitere Queue-Ticks nach ca. 3 Sekunden.
Ausgeblendeter Browser-Tab
Konservatives Intervall von ca. 20 Sekunden.
Joomla Scheduler
Verarbeitet die Queue im Hintergrund; ein Scheduler-Lauf arbeitet innerhalb eines begrenzten Zeitfensters mehrere Schritte ab.
Parallele Requests
Der nächste Browser-Worker wird erst nach Abschluss des vorherigen Requests geplant.

9.3 Status und Wiederholungen

StatusBedeutung
Wartend
Ein Schritt wartet auf seine nächste Verarbeitung.
Backup läuft
Akeeba wurde gestartet und weitere Engine-Schritte sind erforderlich.
Läuft
Der Schritt ist aktuell durch einen Worker gesperrt.
Abgeschlossen
Der Schritt wurde erfolgreich beendet.
Fehlgeschlagen
Die zulässigen Wiederholungen wurden ausgeschöpft oder ein nicht wiederholbarer Fehler trat auf.
Pro Queue-Item sind maximal drei reguläre Fehlversuche vorgesehen. Veraltete Locks werden nach zehn Minuten freigegeben. Abgeschlossene Jobs werden nach einer Aufbewahrungsfrist bereinigt; der aktuelle Code verwendet 30 Tage für Jobdaten.

9.4 Sicherheit der Queue

  • Queue-Aktionen erfordern Joomla-Berechtigung core.manage.
  • Schreibende Browser-Worker-Aufrufe sind CSRF-geschützt.
  • Atomare Lock-Tokens verhindern doppelte Verarbeitung desselben Items.
  • Entschlüsselte Connector-Tokens und Akeeba-Secrets werden nicht in die persistenten Queue-Payloads geschrieben.
  • Remote-Status- und Fehlertexte werden bereinigt und längenbegrenzt.

10. E-Mail-Optionen

Zentrale Administratorbenachrichtigungen und optionale manuelle Kundenkommunikation.

10.1 Voraussetzungen

J!UM nutzt Joomlas Mailkonfiguration. Für einen verlässlichen Betrieb sollte SMTP mit gültiger Absenderadresse eingerichtet sein. Der Systemstatus zeigt an, ob SMTP grundsätzlich konfiguriert ist.

10.2 Zentrale Benachrichtigungs-E-Mail

In den Komponentenoptionen kann eine zentrale Benachrichtigungs-E-Mail hinterlegt werden. Diese Adresse erhält - je nach aktivierten Optionen - automatische Status-, Sicherheits- und Wartungshinweise. Die projektbezogene Kundenadresse wird dafür bewusst nicht verwendet.
OptionWirkung
Status nach jeder Updatesuche
Sendet Ergebnis, Anzahl offener Erweiterungs-Updates und ggf. Meldungen.
Status nach ausgeführten Updates
Sendet das Ergebnis ausgeführter Erweiterungs-Updates.
Hinweis bei veralteter Joomla-Version
Informiert, wenn Joomla selbst eine neuere Core-Version meldet. J!UM führt das Core-Update nicht aus.
Hinweis bei veraltetem/fehlendem Backup
Für Projekte mit Akeeba-Anbindung; meldet alte oder fehlende Sicherungen.
Allgemeiner Projektstatus
Kann technische Basisdaten bzw. Fehler zusammenfassen.
Lizenz-Erinnerung 1 Monat / 1 Woche
Erinnert an in J!UM gepflegte Erweiterungslizenzen.

10.3 Manuelles Kundenformular

Optional kann ein Kontaktformular auf der Projektdetailseite aktiviert werden. Dieses Formular sendet manuell verfasste Klartext-Nachrichten an die im Projekt hinterlegte Kontakt-E-Mail. Es ist bewusst von den automatischen Administratorbenachrichtigungen getrennt.

Datenschutz und Support

Übermitteln Sie niemals Connector-Tokens, HTTP-Passwörter, Akeeba-Secrets oder J!UM-Lizenzschlüssel per normaler Kundenmail oder in Screenshots.

11. Lizenzfristen und J!UM-Lizenz

Produktlizenz und projektbezogene Erweiterungslizenzen unterscheiden.

11.1 J!UM-Produktlizenz

Die J!UM-Lizenz steuert das Projektlimit und die Berechtigung für J!UM-Softwareupdates und Support. Lizenzschlüssel und Client-Token werden lokal verschlüsselt gespeichert. Die Lizenz wird regelmäßig gegen die A4Pro License Bridge validiert; der Scheduler prüft standardmäßig etwa alle 12 Stunden, sofern eine Prüfung fällig ist.

Eine abgelaufene Maintenance deaktiviert nicht die bereits erworbene Nutzung. Das vorhandene Projektlimit bleibt bestehen; neue J!UM-Softwareupdates und Support stehen jedoch erst nach Verlängerung wieder zur Verfügung.

11.2 Projektlimit

Beim Anlegen eines neuen Projekts prüft J!UM serverseitig das aktive Projektlimit. Wird ein Limit erreicht, können keine weiteren Projekte angelegt werden. Bestehende Projekte werden durch eine spätere Änderung des Lizenzstatus nicht automatisch gelöscht.

11.3 Erweiterungslizenzen pro Projekt

Unabhängig von der J!UM-Produktlizenz können für jedes Projekt beliebige Lizenzfristen kommerzieller Erweiterungen gepflegt werden. Pro Eintrag werden Erweiterungsname und Ablaufdatum gespeichert.

Wenn Erinnerungen aktiviert sind, versendet J!UM einmalig eine Monats-Erinnerung im Zeitraum 8 bis 30 Tage vor Ablauf und eine Wochen-Erinnerung im Zeitraum 0 bis 7 Tage vor Ablauf. Empfänger ist die zentrale Benachrichtigungs-E-Mail.

12. Protokolle und Verlauf

Wartungsaktionen nachvollziehbar dokumentieren und exportieren.

12.1 Projektverlauf

J!UM schreibt projektbezogene Verlaufseinträge für wichtige Aktionen wie Discovery, Updates, Backups, HTProtect-Prüfungen und manuelle Kundenmails. Status und bereinigte Meldung werden mit Zeitstempel gespeichert.

12.2 Globale Logansicht

Die globale Logansicht zeigt standardmäßig den Systemverlauf der letzten sieben Tage. Die Anzeige beginnt mit 100 Einträgen und kann schrittweise um weitere 100 Einträge erweitert werden.

12.3 CSV-Export

Über „Logfile herunterladen“ wird der sichtbare Systemverlauf als UTF-8-CSV mit Semikolon als Trennzeichen exportiert. Der Export enthält Datum, Projekt, Website-URL, Aktion, Status und Meldung.

J!UM schützt den CSV-Export zusätzlich gegen Tabellenformel-Injection, bevor Werte an Tabellenprogramme übergeben werden.

12.4 Grenzen der Protokollierung

J!UM speichert keine vollständigen Logdateien externer Systeme. Akeeba-Engine-Logs, Webserver-Logs oder herstellerspezifische Security-Logs bleiben in den jeweiligen Systemen. J!UM speichert nur die für den Wartungsworkflow benötigten Zustands-, Ergebnis- und Fehlermeldungen.

13. Fehlerbehebung

Systematisch zwischen J!UM, Connector, Kundenwebsite und Drittsystem unterscheiden.

13.1 Empfohlene Reihenfolge

  • Prüfen Sie die Meldung direkt im J!UM-Auftrag oder Projektverlauf.
  • Führen Sie auf dem Projekt „Verbindung testen“ aus.
  • Laden Sie das Erweiterungsinventar neu.
  • Prüfen Sie, ob derselbe Vorgang direkt im Joomla-Backend der Kundenwebsite funktioniert.
  • Bei Akeeba/HTProtect: prüfen Sie, ob die jeweilige Erweiterung auf der Kundenwebsite selbst fehlerfrei arbeitet.
  • Prüfen Sie Joomla-, PHP-, Proxy-, Firewall- und Hostingbedingungen, wenn nur eine einzelne Domain betroffen ist.
  • Erst danach sollte J!UM-Code als Ursache angenommen und gezielt untersucht werden.

13.2 Fehlerbilder

FehlerbildMögliche Ursache / Maßnahme
Verbindungstest schlägt fehl
Connector-URL, Token, HTTPS, HTTP Basic, Firewall oder Security-Regeln prüfen.
Erweiterungen werden nicht geladen
Connector-Version und Antwort prüfen; Kundenwebsite direkt öffnen; PHP-/Serverfehler ausschließen.
Update bleibt offen
Herstellerlizenz, Download-Key, Update-Site und Kompatibilität prüfen.
Joomla-Version ist veraltet
Core direkt über Joomla aktualisieren; J!UM führt kein Joomla-Core-Update aus.
Auftrag bleibt wartend
Scheduler-Task, Browser-Worker und aktive Locks prüfen; Seite geöffnet lassen und Jobs-Ansicht beobachten.
Akeeba-Backup langsam
Akeeba direkt auf der Kundenwebsite testen; Serverlast und Akeeba-Konfiguration prüfen. J!UM zeigt den API-Fortschritt, macht den Zielserver aber nicht schneller.
Akeeba-API Timeout
API-Endpunkt, Server/Proxy/Firewall, Akeeba API und Antwortzeiten prüfen.
HTProtect nicht verfügbar
Installations-/Versionsstatus auf der Kundenwebsite und Connector-Unterstützung prüfen.
Keine E-Mail
Joomla SMTP, Absenderadresse, zentrale Empfängeradresse und aktivierte J!UM-Mailoptionen prüfen.
Keine neuen Projekte möglich
J!UM-Lizenz aktivieren bzw. Projektlimit des Plans prüfen.

13.3 Supportdaten sammeln

Für eine zielgerichtete Analyse sollten Supportanfragen mindestens folgende Angaben enthalten:
  • installierte J!UM-Version
  • Joomla-Version des Control Centers
  • Joomla- und PHP-Version der betroffenen Kundenwebsite
  • Connector-Version
  • konkrete Aktion und Zeitpunkt
  • vollständige, aber bereinigte J!UM-Fehlermeldung
  • bei Akeeba/HTProtect: Ergebnis desselben Vorgangs direkt im Zielsystem

Keine Zugangsdaten mitsenden

Connector-Tokens, Akeeba-Secrets, HTTP-Basic-Passwörter, J!UM-Lizenzschlüssel oder andere Zugangsdaten gehören nicht in Screenshots, Tickets oder Logauszüge.

14. Changelog und Versionshinweise

Wichtige Meilensteine des aktuellen J!UM-Entwicklungsstands.

Das vollständige technische Changelog ist zusätzlich direkt in J!UM über den Menüpunkt „Changelog“ verfügbar. Vor einem produktiven Release sollten Versionsnummer, Paketmanifest und öffentlicher Changelog auf denselben finalen Stand gebracht werden.

Support-Hinweis

Bei Problemen sollten Supportanfragen die J!UM-Version, Joomla-Version der Zentrale, Joomla-Version der Kundenwebsite, Connector-Version, betroffene Aktion, Zeitpunkt und bereinigte Fehlermeldung enthalten. Zugangsdaten oder Tokens gehören nicht in Screenshots oder Tickets.